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2008 © Steffen Gross

 


STC auf Camel-Trophy vom 16.-23.10.2008 in Dahab
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Mit einer Stunde Verspätung kommen wir hochmotiviert im Sun-Splash Diveclub in Dahab an.
Nach Begrüßung durch das Dive-Team beziehen wir unsere Zimmer anschließend werden die Tauchformalitäten ausgefüllt. 

Nach einem köstlichen Abendessen fiebern wir nun unserem 1. Tauchgang am Moray-Garden entgegen. 

Unsere weiteren Tauchplätze sind Lighthouse, Canyon-Table, Ricksreef zum Canyon, Gabr el Bint, Bells, Blue Hole, Um Sid, Island.
Einige gönnten sich den Nachttauchgang am Lighthouse. 

Der Canyon besitzt einen einfachen Einstieg, danach taucht man durch die Lagune und am Boden lohnt es sich nach Blaupunktrochen Ausschau zu halten. Links (nördlich) gelangen wir nach 5-7 Minuten auf 18m zu einem größeren Loch im Riff, das die Öffnung in den Canyon darstellt. Unter dem Einstiegsspalt liegt der sandige Grund in 27m Tiefe.

Brave Taucher werfen ein Blick nach unten und tauchen dann die Röhre nach oben. Nach einer kleinen kaminartigen senkrechten Engstelle gelang man in den Fishbowl. Das ist ein kleiner Dom mit vielen Glasfischen. Ab hier geht es dann durch ein Fenster wieder nach außen.

In die andere Richtung zieht sich der Canyon nach unten. Durch den Spalt oben dringt immer etwas Licht ein, aber Ausgänge gibt es dann erst wieder weiter unten in "verbotenen Tiefen". Wenn man dem Gang bis 40m folgen würde sieht man die beiden Ausgänge bei knapp 50 und ca. 55m. Die Außenseite des Canyons ist ein toller Hartkorallenrücken den sich nur noch "Techies" anschauen dürfen. 

Der Tauchplatz Um Sid
Ein paar Stroh gedeckte Lattenverschläge als Sonnenschutz, sonst keine Bauten oder Infrastruktur.. Der Einstieg ist leicht und auch bei Wellen möglich. Über eine Sandallee links und rechts von großen Korallenblöcken geschützt taucht man auf 12m ab und wendet sich dann nach links. Nach ca. 5 Minuten über Sand kommen erste Tischkorallen und kleine Blöcke.
Erfahrene Taucher biegen nun nach rechts unten ab und finden auf 38m zwei Gorgonienfächer mit gigantischen Ausmaßen (geschätzt 2m mal 6m) mit etlichen Langnasenbüschelbarschen als Fotomotiv. Nach oben dann wieder Tischkorallen und kleinere Blöcke und ab ca. 15m über die sehr schön bewachsene Riffwand führt uns der Rückweg zum Einstieg.

Das Highlight unserer Tauchreise ist das Gebiet Gabr el Bint.
Früh am Morgen wird das komplette Tauchequipment in Jeeps verfrachtet und zum Kamelpoint gebracht. Hier warten bereits die Beduinen mit 23 Kamelen welche noch mit Kraftstoff (Kartons)  befüllt werden. Die Beduinen verteilten unser ganzes Tauchgepäck inklusive aller Flaschen sorgfältig auf die geparkten Kamele. Nach gekonntem Aufstieg auf die Wüstenschiffe setzt sich die Karawane in Richtung Süden in Bewegung.

Vor Ankunft am Ziel mussten von einigen Kamelreitern ungeplante Stopps eingelegt werden um die Ladungssicherung  vorzunehmen. Nach 1.30h Stunden „gemütlichem Geschaukel“ erreichen wir unseren geplanten Tauchplatz.

Hier erlebten wir 2 wunderschöne Tauchgänge. Dies ist definitiv einer der besten Tauchplätze um Dahab, an welchem man neben großen Fischschwärmen, Napoleons, oder Schildkröten auch atemberaubende Hart- und Weichkorallen bestaunen kann. Ebenso mit Fächerkorallen, tiefen Canyons, einer Steilwand, sowie einer glasklaren Lagune mit Tischkorallen bietet dieser Spot manchmal auch Sepias.

Zwischen den Unterwasser Exkursionen bereiteten die Beduinen für alle ein Mittagsessen bestehend aus Hähnchen mit Reis und Gemüse zu. Gut gesättigt treten wir den Rückweg mit unseren bereits liebgewonnenen Kamelen an.Wie sich später herausstellte war die Tour für manche Taucherhinterteile alles andere als erholsam. Der Fachbegriff für die Beschwerden lautet „aufgeritten“.

Am nächsten morgen stand der nächste Höhepunkt auf der Tauchplanung, 2 Tauchgänge am berühmten Blue Hole.

Sehenswert ist der klassische Kamineinstieg am Bells. Am Ausgang des Kamins in 27m breitet sich eine schier bodenlose Tiefe auf. Der Steilwand folgten wir zur rechter Schulter bis zum Sattel des berüchtigten Divespots. Im Blue Hole begegneten wir nicht nur Fischen, sondern es tummelten sich eine große Anzahl von Free-Diver, welche an Seilen in die dunkle Tiefe glitten. 

Zum Frühstück gibt es als Besonderheit frische Brezen aus der "deutschen Bäckerei" in Dahab
Zum Abschluß unserer Clubreise wurden wir noch zu einem BBQ am strand vom sun-splash-team verwöhnt.
Um viele taucherische Erlebnisse reicher und voll zufrieden treten wir unsere Heimreise an.
 

Unser Dank gilt im besonderen Anita der Chefin vom Sun-Splash, dem Manager Hamada, den Diveguids Said, Anna, Frank, Achmed, Hesham und der restlichen Crew.