Tauchausflug zum Grünen See

Der See ruft!Gruener See

Einmal im Jahr, meist im Frühjahr ist in Burghausen am Hallenbadparkplatz ein gar seltsames Schauspiel zu beobachten. Zum Tagesanbruch versammeln sich einige heitere, dennoch verschlafene Gestalten mit ihren Autos, räumen große, schwarze Kisten aus den Kofferräumen in einen Sprinter. Dann werden die Anreiseautos umgeparkt und die Fahrer an einem erneut vereinbarten Treffpunkt verschwinden ebenfalls in den Tiefen des Sprinters.

Ein Treffen einer geheimen Organisation? Übergabe von illegaler Handelsware? Nein, viel weitreichender ist die Erklärung dieses Phänomens. Folgen wir also dem Sprinter, der nun volle Fahrt aufgenommen hat und durch die leeren Straßen Burghausens braust.


Nächste Station ist eine Autobahnraststätte im Oberösterreichischen Nirgendwo, eine kurze Stärkung und schon sind sie wieder unterwegs.

Gruener SeeNun beginnt das Manöver der Verwirrung möglicher Verfolger – anders lässt sich die Streckenwahl durch die Wälder des Steirischen Gesäuses, die durch unwegsames Gelände, zahlreiche Kurven und Spitzkehren schließlich an einer Waldlichtung mit Gasthaus enden sollte – nicht erklären.

Wer sich nun endgültig in einem schlechten Kriminalroman angekommen fühlt, ahnt schon, dass es sich nur um den Tauchausflug an den Grünen See handeln konnte.

Da waren wir nun, die Sonne schien vom Himmel, der See lag glas-klar in herrlicher grüner Farbe vor beeindruckender Bergkulisse vor uns und nun gab es kein Halten mehr. Sogar für Fritz – einem überzeugten Warmwassertaucher.

Aufgerödelt und ab ins Wasser, das sich von seiner klarsten Seite zeigte. Über überschwemmte Wiesen, Spazierwege und Bäume führte unser Tauchgang, der zwar nicht durch Tiefe, jedoch durch Dauer und unfassbare Sichtverhältnisse glänzte! Natürlich fehlten auch die Fische und Happo mit seinem Fischauge, um das alles photographisch Festzuhalten, nicht.

Zu toppen war dies nur durch den zweiten Tauchgang, der nach einer kurzen Mittagspause in der Frühlingssonne, folgte. Wobei bei genauerem Nachdenken unklar ist, welcher der beiden Tauchgänge nun beeindruckender war. Am Besten überzeugt ihr euch auf den Photos persönlich von diesem taucherischen Diamanten, der mit Beginn des Sommers wieder verschwindet.

Doch leider verschwand die Sonne hinter den schroffen Bergrücken und so hieß es sich auf den Heimweg zu machen. Der, wie der Hinweg, durch unwegsames Gelände und besagte Autobahnraststätte sein Ende am Hallenbadparkplatz fand.

Dort sollte sich in der Abenddämmerung das seltsame Schauspiel der Morgendämmerung erneut abspielen. Wieder waren die Protagonisten müde, doch die vagen Erwartungen der Früh hatten sich in große Freude, ja Euphorie über einen wunderbaren Tauchtag mit manch verschweigenswerten Details verwandelt!

Text: Kathrin Feichtner
Fotos Happo Meyrl

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